Maklerprovision in der Schweiz.
Wie viel kostet ein Immobilienmakler? In der Schweiz gibt es verschiedene Modelle — von der klassischen Provision bis zum Festpreis. Ein Überblick.
Übliche Provisionsmodelle
In der Deutschschweiz sind verschiedene Vergütungsmodelle verbreitet. Die Konditionen variieren je nach Anbieter, Region und Objektwert.
Klassische Provision (prozentual)
Die traditionelle Maklerprovision in der Deutschschweiz liegt in der Regel bei 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises. Bei hochpreisigen Objekten werden teilweise auch tiefere Sätze vereinbart.
- Bei CHF 800'000: ca. CHF 16'000 bis 24'000
- Bei CHF 1'200'000: ca. CHF 24'000 bis 36'000
- Bei CHF 2'000'000: ca. CHF 40'000 bis 60'000
Zu beachten: Zur Provision kommt in der Regel die Mehrwertsteuer hinzu. Fragen Sie immer nach, ob Zusatzkosten (z.B. für Inserate) separat verrechnet werden.
Festpreismodelle
Neben der klassischen Provision gibt es zunehmend Anbieter mit Festpreismodellen. Hier zahlen Sie einen fixen Betrag — unabhängig vom Verkaufspreis.
Der Leistungsumfang variiert stark: Manche Anbieter beschränken sich auf die Portal-Aufschaltung, andere bieten eine umfassendere Begleitung. Vergleichen Sie, was im Preis enthalten ist.
Hybridmodelle
Einige Anbieter kombinieren einen Grundpreis mit einer kleinen Erfolgsbeteiligung. Die Konditionen sind individuell — lassen Sie sich die Gesamtkosten vorrechnen.
Worauf Sie achten sollten
1. Leistungsumfang klären
Fragen Sie konkret nach: Was ist im Preis enthalten? Typische Leistungen sind Bewertung, Fotografie, Exposé, Portal-Inserate, Besichtigungen und Verhandlungsbegleitung. Nicht alle Anbieter bieten den gleichen Umfang.
2. Vertragslaufzeit und Exklusivität
Viele Maklerverträge sind exklusiv — das heisst, Sie dürfen während der Vertragslaufzeit keinen anderen Makler beauftragen. Achten Sie auf die Kündigungsfristen.
3. Zusatzkosten prüfen
Werden Portal-Gebühren, Fotografen oder Grundrisse separat verrechnet? Lassen Sie sich die Gesamtkosten schriftlich bestätigen.
4. Erfolgsabhängig oder nicht?
Bei den meisten Provisionsmodellen zahlen Sie nur bei erfolgreichem Verkauf. Bei manchen Festpreismodellen ist eine Vorauszahlung üblich. Klären Sie die Zahlungsbedingungen.
Alternativen zum klassischen Makler
Privatverkauf
Beim Privatverkauf übernehmen Sie alles selbst: Bewertung, Inserate, Besichtigungen, Verhandlungen. Sie sparen die Provision, investieren aber Zeit und müssen sich in verschiedene Themen einarbeiten.
Immobilienbegleitung
Eine Mittelweg-Option: Sie verkaufen selbst, haben aber einen Ansprechpartner für Fragen und erhalten Unterstützung bei der Strukturierung. Die Kontrolle bleibt bei Ihnen.
Fazit
Es gibt nicht das eine richtige Modell. Was für Sie passt, hängt von Ihrer Situation ab: Wie viel Zeit haben Sie? Wie viel Erfahrung? Wie komplex ist Ihr Objekt? Holen Sie verschiedene Offerten ein und vergleichen Sie Leistung und Kosten.
Hinweis: Die genannten Zahlen sind Richtwerte und können je nach Anbieter, Region und Objekt variieren. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information.
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